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Reif für die Insel? Auf nach Ko Samui!

Wer hart arbeitet, muss auch mal zwischentanken. Zum Beispiel auf Ko Samui, der paradiesischen Palmeninsel im Golf von Thailand.

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem bequemen Rattan-Sessel auf der Holzveranda Ihres Bungalows mit Blick auf den Golf von Thailand. Lauer Wind zaust die Palmenwedel, ein Boy kommt mit einem Tablett voller Getränke über den Strand. Der Sand ist weich und feinkörnig, das Meer türkisblau und warm. Abends schlendern Sie am Hotelpool vorbei zum kleinen Restaurant und lassen sich bei einem Glas Wein mit gegrilltem Hummer, Red Snapper oder einem appetitlichen Reisgericht verwöhnen. Könnte das Leben schöner sein?

Die Rede ist von einem der letzten Paradiese auf Erden, der Trauminsel Ko Samui vor der Ostküste von Thailand. Einst Geheimtipp für Aussteiger und Rucksacktouristen, hat sie sich längst zum Wohlfühlziel für Armchair-Traveller verwandelt, das allen Komfort-Ansprüchen gerecht wird. Nach dem Motto: Wer viel ausgeben will und kann, wohnt mit Fünf-Sterne-Komfort und wird verwöhnt wie Gott im alten Königreich Siam. Wer sparen will oder muss, der findet immer noch einfache Unterkünfte und Snack-Bars rund um die Insel. Tropische Temperaturen an 365 Tagen im Jahr, das traumhafte Meer und die freundlichen Menschen Asiens gibt’s für alle gratis dazu.

Ko Samui ist 40.000 Einwohner groß, hügelig und von Millionen Palmen bewachsen. Die sorgen dafür, dass die Insel nicht ausschließlich vom Tourismus abhängt: Der Handel mit Kokosnüssen ist seit jeher ein wichtiger Einkommenszweig, wobei die findigen Insulaner eigens abgerichtete Affen einsetzen, die die wertvollen Früchte von den Bäumen herabschütteln. Possierlich anzusehen, praktisch für die Einwohner und sehenswert für uns Touristen. Im Hafen von Nathon, dem 5000-Seelen-Hauptort der Insel, wird die kostbare Frucht dann verschifft, sofern sie nicht schon vor Ort zu Öl, Haushaltsgegenständen oder anderen nützlichen Dingen verarbeitet wurde.

Haupt-Anziehungspunkt jedoch sind die Strände. Der Clou: Sie sind vom Charakter so unterschiedlich, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Zum Beispiel Mae Nam im Norden: vier Kilometer lang, goldgelb, Blick auf die gegenüber liegende Insel Ko Phangan und meist ziemlich leer. Oder Chaweng: Der Hauptstrand an der Ostküste, fast zehn Kilometer feinster weißer Sand, mit allen Wassersportmöglichkeiten, Bars und Discos direkt nebenan, ein Fall für Erlebnishungrige. Oder: Lamai, südlich von Chaweng, ein wenig ruhiger, hat sich aber zum zweiten Brennpunkt für Urlauber verwandelt. An den beiden letzteren Beaches gibt es fliegende Händler und zudem Masseurinnen ohne Ende, die den Sonnenbadenden (höchst sittsam) durchwalken und dabei gelegentlich sogar die Füße zu Hilfe nehmen.

Berühmt ist das Nachtleben von Chaweng und Lamai. Hier reiht sich eine Bar an die nächste, in großen Discos hämmert der Beat bis in die frühen Morgenstunden. Es gibt Restaurants für jeden Geschmack, Aussteiger aller Länder haben dafür gesorgt, dass kein Mangel an italienischer, französischer oder amerikanischer Küche herrscht, und notfalls kriegt man auch Schnitzel mit Sauerkraut und ein kühles deutsches Bier. Aktiv-Urlauber finden hier neben Wassersport zudem eine Go-Cart-Bahn, ein gut ausgestattetes Fitnesscenter und jede Menge Auto- und Motorrad-Verleihfirmen.

Allerdings ist im Straßenverkehr Vorsicht geboten: Es herrscht Linksverkehr, die einmal um die Insel führende, rund 50 Kilometer lange Hauptstraße ist relativ schmal, und die sonst so freundlichen, gelassenen Thais verwandeln sich am Steuer ihres Autos oder am Mopedlenker in rasende Derwische. Dazu kommen junge Urlauber, denen Sonne und preiswerte Drinks leicht zu Kopf steigen und die ihr Mütchen dann schon mal als Pistenrowdy kühlen. Besser also auf eins der bunten, offenen Sammeltaxis für ein paar Cent aufsitzen, als mit der Leih-Honda in gefährliche Situationen zu geraten.

Wer seelischen Beistand gegen die Unbillen des Autoverkehrs braucht, der sollte einen Ausflug zum Wahrzeichen Ko Samuis unternehmen. Am Nordostzipfel auf einer kleinen Halbinsel steht der Big Buddha, 15 Meter hoch und vergoldet, schon wegen der Aussicht vom kleinen Buddha-Berg einen Abstecher wert. Religiosität hat selbst im Alltag der geschäftstüchtigen Insel-Thailänder einen hohen Stellenwert, immer wieder sieht man orange gekleidete Mönche im Straßenbild, verwebt sich der Geruch von Räucherstäbchen mit Abgasen und Blütenduft zu einem unnachahmlichen Gemisch.

Wer noch mehr Thailand erleben will, nimmt das Fährschiff zur kleinen Nachbarinsel Ko Phangan. Hier ist das Ambiente noch so wie auf Ko Samui vor 20 Jahren: wenig gute Hotels, dafür preiswerte Hütten, spottbillige Garküchen und Shops für junge Reisende. Regelmäßig wird auf dieser Insel eine große Vollmond-Party veranstaltet: eine orgiastische Fete an einem herrlichen Strand, weltweit berühmt als berauschendes Erlebnis in jeglicher Hinsicht. Party-Kids werden sogar in Sonderbooten von Ko Samui und dem thailändischen Festland hergebracht.

Die meisten Ko-Samui-Urlauber haben freilich anderes im Sinn. Abhängen und ausruhen vom Alltagsstress heißt die Devise, einfach nur die Seele baumeln lassen. Viele Reiseveranstalter bieten Pauschalbuchungen an; man fliegt mit großen Airlines bis zur thailändischen Hauptstadt Bangkok, wo auf kleine zweimotorige Propellermaschinen umgestiegen wird. In gut einer Stunde landen die auf dem Flughafen von Ko Samui, der von vielen als der schönste der Welt bezeichnet wird: kleine bunte Wägelchen bringen die Passagiere von der Maschine zur offenen Empfangshalle mit Palmdach, von dort erfolgt der Weitertransport zum Hotel.

Man kann die Reise auch leicht individuell organisieren, die meisten Hotelanlagen, egal ob einfach oder luxuriös, sind übers Internet buchbar. Zum Beispiel das Central Samui Ressort in Chaweng: eine moderne Komfort-Anlage als ruhige Oase im Auge des Taifuns, also mitten im Nachtleben-Zentrum der Insel. Wer es noch luxuriöser (und dabei ruhiger) haben will, kann sich etwa im Baan Taling Ngam der noblen Meridien-Kette einmieten: einsam an einem Steilhang an der Westküste gelegen, mit 50 Hotelzimmern und zwei Dutzend Villen, die sich auf dem Gelände verteilen; dazwischen verstecken sich intime Swimmingpools. Damit niemand in der weitläufigen Anlage unbotmäßig ins Schwitzen gerät, stehen kleine Elektrowägelchen für den Transport zum Restaurant oder Strand zur Verfügung.

Ebenfalls ruhig, aber viel preisgünstiger sind einige Unterkünfte am meist stillen Mae Nam Beach im Norden. Wie das Health Oasis Resort: Einfach Bungalows mit Klimaanlage schon ab 30 US-Dollar, dazu gibt es ein breites Angebot an Wellness-Anwendungen und Meditationen. Oder das Seafan Resort: Palmstroh-gedeckte Holzbungalows auf Pfählen in einer Palmenoase am Meer, nett mit Rattanmöbeln ausgestattet, ein kleiner Pool und einfache Liegestühle am Meer, dazu ein offenes Restaurant. Leise rauschen die Wellen, der Geist wird ruhig und Alltag und Sorgen daheim sind plötzlich ganz weit entfernt. Von allen Möglichkeiten, die Seele baumeln zu lassen, sicherlich eine der schönsten.

Entspannung und Erholung pur…

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