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Aufschwung für Deutschland? Eine Qualitätsfrage!

Mir ist noch kein Mensch begegnet, der behauptet hätte, dass er sich SELBST nicht liebt. Doch wie sieht die Wirklichkeit aus? „Geiz ist geil“, Schnäppchenkäufe und „sparen-sparen-sparen“ ist die Lebensphilosophie vieler Menschen in unserem Lande.

Was meinen Sie, wie viele zum Beispiel ihr Auto mehr lieben als sich SELBST? Für das Auto kaufen sie das teuerste Motoröl – für sich selbst genügt das billigste Salatöl. Kaltgepresstes Öl, welches viel gesünder wäre, gönnen sich viele nicht. Immer mehr „leisten“ sich nur noch das Billigste, etwas Besseres sind sie sich offensichtlich nicht mehr wert. Deswegen werden nur die billigsten Lebensmittel gekauft, die billigsten Textilien, die billigsten Schuhe, die billigsten Ersatzteile, der billigste Flug, das billigste Hotel, die billigsten Eier usw. Hauptsache, man hat gespart!

Die Folgen? Denken Sie an das Kausalitätsgesetz: Jede Ursache hat eine Wirkung und was man sät, das wird man ernten! Umgedreht heißt das nichts anderes, als dass jede Wirkung eine Ursache hat – und dass wir im Augenblick das ernten, was wir zuvor gesät haben. Wir „ernten“ gerade eine wirtschaftliche Flaute, Arbeitslosigkeit, einen Zerfall unserer Sozialsysteme, eine ständig steigende Verschuldung des Staates, wir ernten auch Existenzängste und viele weitere Probleme. Wir sind zwar sehr unglücklich über diese Ernte, aber wir sparen / säen fleißig weiter.

Hauptsache es war billig und man glaubt, man hätte gespart. Wir sind dermaßen geil auf Geiz, dass wir weder UNS noch unseren NÄCHSTEN, (z.B. den Geschäften, den Unternehmern, den Handwerkern usw.) etwas gönnen, beispielsweise Gewinne.
Die Ernte ist entsprechend: Wir verlieren die Wertschätzung der Unternehmer – weil es anderswo billigere Arbeitskräfte gibt. Auch die Unternehmer sparen bereits an allen Ecken und Enden: Die billigsten Lieferanten, die billigsten Materialien, die billigsten Flug-
zeugersatzteile, die billigsten Arbeitskräfte, der billigste Service und so weiter… Manchmal entsteht der Eindruck, dass einige Firmen nach dem Motto handeln: „Gespart muss werden, egal, was es kostet!!!“. Alles dreht sich im Kreis: Die Arbeitnehmer schimpfen über die Unternehmer, die ständig Arbeitsplätze einsparen oder diese in billiger produzierende Länder verlagern. Die Unternehmer beklagen sich über die ach so bösen Kunden, die kein Geld mehr ausgeben, sondern nur noch sparen wollen. Im Zweifelsfalle sind sich alle einig: für die derzeitige Misere sind die Politiker verantwortlich.

Aber: Solange wir mit dem Zeigefinger auf die Anderen zeigen, zeigen drei Finger auf uns zurück. Wie symbolhaft! Sollten wir womöglich bei uns selbst anfangen, etwas zu verändern? „Nein, nein, nein, wir sind gar nicht geizig, wir lieben uns auch garantiert SELBST. Aber unsere finanzielle Situation zwingt uns doch zum Sparen“, höre ich immer wieder.

Wenn die Ernte bereits so schlimm ausfällt, wird es höchste Zeit, endlich umzudenken. Denn: Ein Bauer wird nur dann Weizen ernten, wenn er vorher Weizen gesät hat. Und wer mehr Geld ernten will, der muss zu allererst Geld säen. Aber nicht, indem wir billiges und minderwertiges Zeug kaufen, sondern indem wir uns selbst, unseren Mitmenschen und Tieren etc. die größtmögliche Wertschätzung entgegenbringen und wieder mehr auf Qualität achten.

Der lang ersehnte Aufschwung in Deutschland, er hängt nicht zuletzt von einer Eigenart ab, welche die Welt einst an uns schätzte: der guten deutschen Eigenart Qualität – auch beim Denken.

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