Wer heutzutage glaubt sein Arbeitsplatz, egal in welcher Branche, sei sicher ist entweder ein hoffnungsloser Optimist oder lebt nach dem Motto “Alice im Wunderland”.
Wer Arbeitslos oder von einer Kündigung bedroht ist, muss den ersten “Schock” erstmal verarbeiten. Wer aber den Arbeitsplatz verlußt persönlich nimmt und den Kopf in den Sand steckt, versucht häufig den Grund für das Ausscheiden aus dem Betrieb bei sich persönlich zu suchen.
Tun Sie das nicht. Sehen Sie viel mehr Ihre jetzige Lage als Chance. Eine Chance sich neu zu orientieren und Ihre bisherige Tätigkeit einer Prüfung zu unterziehen. Wenn Sie länger in Ihrem Betrieb gearbeitet haben, werden Sie aller Wahrscheinlichkeit nach erstmal Ihre persönlichen Unterlagen auf Fordermann bringen müssen. Dies ist aber wiederum eine hervorragende Möglichkeit Ihren bisherigen Werdegang rückblickend zu betrachten.
Haben Sie wirklich in den letzten Jahren das gemacht was Ihnen Spass macht und würden Sie die nächsten Jahre das gleiche tun wollen?
Eine Studie besagt, das mehr als ein drittel aller Arbeitnehmer in einem Beruf arbeiten, den sie so nicht erlernt haben.
Oder haben Sie vielleicht schon immer ein Hobby gehabt, aus dem Sie gerne eine vollberufliche Tätigkeit machen würden? Wo liegen Ihre persönlichen Fähigkeiten, die Sie in Ihrem bisherigen Job nicht einbringen konnten?
Die richtige Einstellung zählt:
Greuel gegen Ihren bisherigen Arbeitgeber zu hegen ist sicherlich emotional gesehen nachvollziehbar, bringt Sie aber keinen Schritt weiter und kostet nur mentale Kraft.
Nutzen Sie die Kündigungszeit, um sich aktiv über Ihre weitere Zukunft Gedanken zu machen. Jedoch Vorsicht: blinder Aktionismus ist schädlich. Handeln Sie nicht übereifrig. Setzen Sie sich erst einmal in Ruhe hin, atmen tief durch, betrachten Ihre Situation von allen Seiten und sprechen Sie mit Ihrer Familie darüber.
Heutzutage den Arbeitsplatz zu verlieren ist keine Schande und kann jedem passieren. Es kommt darauf an, wie Sie mit der Situation umgehen. Machen sich bei Ihnen Selbstzweifel breit, ob Sie nicht dieses oder jenes hätten besser machen können? Schließen Sie das Vergangene ab und machen Sie sich fit für neue Ziele.
Standortbestimmung:
Wie sehr hängen Sie an Ihrem Job oder Beruf? Konnten Sie in Ihrem bisherigen Job Ihre Interessen und Fähigkeiten voll einbringen? Haben Sie Perspektiven wieder in diesem Beruf eine neue Anstellung zu finden? Wie sehen die Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten aus? Oder Reizt Sie auch das Neue. Mal was ganz anderes zu machen. Würden Sie einen lang ersehnten Traum verwirklichen wollen, den Sie sich bisher nicht getraut haben zu realisieren? Ist das die Chance auf die Sie im Unterbewusstsein ein Leben lang gewartet haben?
Bei manchen Berufen werden sich diese Fragen nicht so einfach beantworten lassen, weil die Branche relativ feststeht und Existenzgrundsicherungen ein vorrangiges Hauptkriterium ist. Aber machen Sie sich trotzdem mal Gedanken darüber.
“Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden” – (Phillip Rosenthal)
Alternative Selbstständigkeit?
Eine Selbstständigkeit hört sich erstmal nach einem alles verändernden Schritt in eine ungewisse Zukunft an. Muss es aber zwangsläufig nicht sein. Es gibt grundsätzlich zwei Arten der Selbstständigkeit: die Vollselbstständigkeit und die Nebenselbstständigkeit.
Die Vollselbstständig verlangt die volle Arbeitskraft als Einsatz in eine Vollexistenz. Dabei sollten die Umsätze und der zu erwartende Gewinn so hoch sein, dass Sie sich und Ihre Familie vom ersten Tag an voll ernähren können.
Bei der Nebenselbstständigkeit kann es etwas anders laufen. Mit einem Gewerbeschein kann bereits der erste Grundstein ganz nebenbei gelegt werden. Vielleicht haben Sie ja schon seit längeren oder auch erst vor kurzem, eine Geschäftsidee mit der Sie erstmal nebenberuflich starten wollen. Ein so genanntes zweites Standbein kann sich in Krisensituationen oftmals als Rettungsanker erweisen. Selbst wenn Sie in eine Arbeitslosigkeit geraten sollten, können Sie weiterhin Ihre nebenberufliche Selbstständigkeit ausüben, solange Sie sie Ihrer Arbeitsagentur melden und im Durchschnitt nicht mehr als 15 Stunden in der Woche arbeiten. Dann werden Ihnen zwar anteilig die Bezüge um den entsprechenden Mehrverdienst gekürzt, aber Sie genießen unter entsprechenden Vorraussetzungen weiterhin den vollen gesetzlichen Versicherungsschutz.
Unter Nebeneinkommen ist das Nettoeinkommen zu verstehen, das Sie als Selbstständiger erzielen. Vom ermittelten Netto-Nebeneinkommen wird zunächst ein Freibetrag abgezogen. Dieser beträgt 20 Prozent des monatlich bewilligten Arbeitslosengeldes, mindestens aber 165 Euro monatlich. Ziehen Sie also eine Selbstständigkeit als Chence in Betracht. Sie können sich auch noch über Übergangsgeld und “Ich AG” bei Ihrer Arbeitsagentur informieren.
Sind Sie noch in einem festen Anstellungsverhältnis, sollten Sie eine nebenberufliche Selbstständigkeit als Alternative prüfen. In dem Fall der Fälle könnte ein zweites Standbein Gold wert sein.
Ohne Einsatz geht es nicht!
Wer glaubt, sich erstmal ausruhen zu müssen und ganz lange zu überlegen was die Zukunft bringen soll, wird bald feststellen, das er bereits schon viel zu lange untätig herum gesessen hat. Werden Sie aktiv und warten Sie nicht darauf das sich schon irgendwas automatisch ergeben wird. Machen Sie Ihre ganz persönliche Checkliste. Was haben Sie bisher gemacht und wollen Sie das weiterhin machen? Oder gibt es eine Alternative, z.B. eine Geschäftsidee in der Sie eine neue Herausforderung gefunden haben?
Wie auch immer Ihre Entscheidung für Ihre Zukunft ausfallen wird, es ist die Ihre.






















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Wenn man den Verdacht hat, dass in der Zukunft Stellen abgebaut werden könnten, sollte versuchen sich unentbehrlich zu machen. Je länger man in die Zukunft Zeit hat, um so besser. Wer die Möglichkeit hat sich an einem zukuftsweisenden Projekt zu beteiligen sollte es tun und sich so einige Pluspunkte verschaffen.